Arbeit als Freiwilliger

Mit deinem Freiwilligendienst zeigst du Courage und Engagement.

Du bist bereit, dich als Teil eines Teams für gemeinnützige Projekte mit vollem Einsatz zu engagieren und gegebenenfalls eigene Anliegen für eine Zeit zurück zu stellen.

Leben im Projekt

Sei dir bewusst, dass die Lebensumstände in Ländern mit erhöhtem Entwicklungsbedarf einfacher sind als in Deutschland. Wichtig ist, dass du ungewohnte Umstände annimmst und dich nicht in Gedanken an das geregelte Leben zu Hause verlierst. Wenn du eine Zeitlang anders gelebt hast, lernst du Dinge, die du als selbstverständlich angesehen hast, deutlich mehr zu schätzen.

Natürlich sind sich die Projektpartner vor Ort bewusst, dass du aus einer anderen Kultur kommst und vieles für dich neu und ungewohnt sein wird. Mit Eigeninitiative, Integrationsbereitschaft und ein wenig Humor wird dein Freiwilligendienst zu einer unschätzbaren Erfahrung.

Unterkunft & Verpflegung als Freiwilliger

Als Freiwilliger wirst du in der Regel wirst du landestypisch in Einzel- oder Doppelzimmern untergebracht. Obwohl die Projekte um einen guten Standard bestrebt sind, solltest du keinen allzu großen Komfort erwarten!

Je nach Projekt gibt es drei Möglichkeiten, untergebracht zu werden:

  • in einem Freiwilligenhaus in der unmittelbaren Umgebung des Projekts, in der du meist mit gemeinsam mit anderen Volunteers wohnen wirst
  • in einer lokalen Gastfamilie, wo du das Leben Einheimischer mit lebst
  • In einigen Fällen wirst du auch von den Projektleitern bei sich zu Hause aufgenommen, was von großer Gastfreundschaft und Offenheit zeugt!

In den meisten Freiwilligenprojekten bekommst du landestypische Vollverpflegung - wie Maisbrei mit Gemüse in afrikanischen Ländern oder scharfe Reisgerichte in Indien. Du nimmst die Mahlzeiten entweder gemeinsam mit den Mitarbeitern und anderen Freiwilligen ein. In einigen Projekte steht für Volunteers auch eine Küche zur Verfügung, in der gemeinsam selbst gekocht werden kann.

Mögliche Aufgaben als Volunteer

Die Einsatzmöglichkeiten als Volunteer sind äußerst vielfältig. Je nach Projekt kannst du deine individuellen Talente, Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen. In vielen Freiwilligenprojekten ist Eigeninitiative gefragt, besonders bei der Arbeit in sozialen Projekten, beispielsweise in Waisenheimen und Schulen. Hier kannst du neben den alltäglich anfallenden Arbeiten die Kinder mit kreativen Ideen beigeistern.

In anderen Projekten kannst du dein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen, beispielsweise bei der Renovierung von Schulgebäuden, dem Bau von Latrinen oder der Handarbeit mit Frauen.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, in einem Projekt aktiv zu werden! Im Vorfeld gibt es allerdings keine Garantie für die Aufgaben, die du vor Ort erledigen wirst. Deine Arbeit als Freiwilliger verändert sich je nach aktuellem Bedarf und teilweise auch nach der Jahreszeit. Sei also flexibel und offen für alles, was dich erwartet.

z.B. Children of Mount Kilimanjaro

Children of Kilimanjaro
  • Tansania, in der Region um Arusha, am Fuße des Kilimanjaro
  • Kindern den Alltag verschönern
  • Unterbringung im Einzelzimmer
  • mittlere Englischkenntnisse

Dos and Don'ts

  • Wenn du dich auf die Lebensart deines Gastlandes einlässt, wirst du schnell Teil der Gemeinschaft und findest einen Zugang zu den Menschen und ihrer Kultur.
  • Gemeinsame Unternehmungen mit Einheimischen, wie ein Besuch auf dem Markt, Musizieren am Abend, gemeinsames Essen und Trinken, sind der Schlüssel zu Freundschaften!
  • Informiere dich rechtzeitig und ausführlich über dein Gastland und besonders landestypische Gewohnheiten, um mögliche Fettnäpfchen zu vermeiden.
  • Verhalte dich respektvoll den Religionen deiner Kollegen gegenüber. Du musst ihre Überzeugungen nicht teilen, solltest sie aber auch nicht abwerten.
  • Versuche nicht, die Menschen von deinen Ansichten zu überzeugen
  • Stelle Fragen, wenn du bestimmte Verhaltensweisen nicht verstehst. Damit zeigst du Interesse an der Kultur deines Gastlandes.
  • Erzähle gern auch von deiner Heimat, zeige Fotos von deiner Stadt und deiner Familie - dies ist ein wichtiger Beitrag zur interkulturellen Begegnung.
  • Ungewohntes Klima, womöglich Hitze, und ungewohntes Essen können dir in den ersten Tagen zu schaffen machen. Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall sind möglich. Trinke immer ausreichend Wasser aus Flaschen und schütze dich vor der Sonne und vor Moskitos.
  • Passe auch deine Kleidung deinem Gastland an. Freizügigkeit wird oftmals nicht toleriert. Gerade als Frau solltest du darauf achten, deine Schultern zu bedecken und mindestens knielange Röcke und Hosen anzuziehen. Auf zu starkes Make-up solltest du ebenfalls verzichten.
  • Vermittle deinen Kollegen nicht den Eindruck, ihr Land sei weniger wert und in Deutschland sei alles besser! Versuche ihnen auch nicht deine Arbeitsweise aufzuzwingen. Mit einem bescheidenen und freundlichen Auftreten liegst du immer richtig.

Interessante Links

Volunteer-Programme der gemeinnützigen Austauschorganisation KulturLife